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8. Bad Kreuznacher Fortbildung "Brustkrebs" fand am 15. Januar 2014 statt

Keine „Schnellschüsse“ bei familiärem Brustkrebs

Dr. Gabor Heim ist sehr zufrieden über die sehr gute Resonanz beim 8. Mammasymposium in Bad Kreuznach

Das Thema „familiärer Brustkrebs“ hat in der Öffentlichkeit durch den Fall von Schauspielerin Angelina Jolie viel Aufmerksamkeit erhalten. Gerade die niedergelassenen Frauenärzte werden seither von vielen Patientinnen auf das Thema angesprochen.
Deshalb hat das Brustzentrum Nahe am Krankenhaus St. Marienwörth unter Leitung von Dr. med. Gabor Heim eine Fortbildungsveranstaltung für Ärzte organisiert, die sich unter anderem mit diesem Thema beschäftigt hat. „Gerade beim familiären Brustkrebs ist eine intensive Beratung sehr, sehr wichtig. Schnellschüsse sind hier absolut nicht angezeigt“, warnt Privatdozentin Dr. med. Kerstin Rhiem, Leitende Oberärztin des Zentrums für Familiären Brust- und Eierstockkrebs an der Uniklinik Köln. „Wir haben gerade hier in Deutschland sehr gute Beratungsinstitutionen und -strukturen. Eine prophylaktische Amputation kann daher immer nur die allerletzte Möglichkeit sein, der zahlreiche Gespräche, Untersuchungen und angepasste Maßnahmen vorangehen müssen“, so die Expertin. Von der Diagnose „familiärer Brustkrebs“ ist ungefähr jede 500. bis 1000. Frau in der Allgemeinbevölkerung betroffen. Bei den Frauen, die bereits an Brustkrebs erkrankt sind, liegt der Anteil dieser Gruppe bei rund 20 Prozent. Die Medizinerin aus Köln rät jeder Patientin, das Gespräch mit ihrer Frauenärztin oder ihrem Frauenarzt zu suchen, denn allein dadurch werden schon viele Fragen beantwortet und Ängste abgebaut.

Dass gerade das Thema Brustkrebs bei Frauen viele Ängste auslöst, weiß auch Prof. Dr. med. Heinz Schmidberger. Er ist Direktor der Klinik und Poliklinik für Radionkologie und Strahlentherapie der Universitätsmedizin Mainz. In seinem Vortrag ging er auf moderne Konzepte der Strahlentherapie ein. Aktuelle Studien zeigen, dass die Strahlentherapie Spätfolgen der Krebserkrankung verringere und auch insgesamt die Lebensqualität  deutlich verbessere. „Viele Frauen gehen nicht zur Vorsorge, weil sie große Angst vor der anstehenden Therapie und der Zeit danach haben. Wenn sie wissen, dass ihre Lebensqualität auch nach der Krebserkrankung nicht geringer ist, steigert das die Bereitschaft zu Vorsorgemaßnahmen“, erklärt Prof. Dr. Schmidberger. Insgesamt konnte das Symposium einmal mehr deutlich machen, dass die Medizin bei der Therapie von Brustkrebs Fortschritte macht. Diese Erkenntnis brachte Privatdozent Dr. med. Marcus Schmidt aus San Antonio mit. Dort findet jährlich der weltweit größte Kongress für Gynäkologen statt. Der Oberarzt der Universitätsfrauenklinik Mainz und Leiter der Gynäkologischen Onkologie stellte wichtige Ergebnisse des Kongresses  für seine Fachkollegen vor. Eine Aussage dabei ist, dass die medikamentöse Behandlung von Brustkrebs im Vergleich zur Operation künftig an Bedeutung zunehmen wird.

Der Organisator der Fortbildung, Dr. med. Gabor Heim, zeigte sich mit der Veranstaltung sehr zufrieden. Denn neben dem fachlichen Aspekt biete diese Brustkrebsfortbildung immer wieder Gelegenheit zum Austausch zwischen klinisch tätigen Ärzten und den niedergelassenen Kollegen.

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Brustzentrum Nahe
im Krankenhaus
St. Marienwörth

Mühlenstraße 39
55543 Bad Kreuznach

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